Reglement
Der Wortlaut dieses Reglements basiert auf dem Originalreglement des Ninco-Deutschland-Cups der Jahre 2007-2010 und wurde lediglich in einigen Punkten angepaßt bzw. präzisiert. Es entspricht nicht jenem des Ninco-WorldCups.
Allgemeines zur Veranstaltung:
Der Ninco-Deutschland-Cup wird als Langstreckenrennen auf einer sechspurigen Ninco-Rennstrecke ausgetragen, deren Aufbau zur Gewährleistung der Chancengleichheit erst unmittelbar vor der Veranstaltung erfolgt. Generell gilt, nach vorgegebener Zeit (durch den Ausrichter) wechseln die Teams die Spur. Jedes Team, Fahrer und Streckenposten wechseln sich dabei in der Funktion ab.
Mit der Teilnahme am Ninco-Deutschland-Cup werden die nachfolgende Regeln und Bestimmungen ausnahmslos anerkannt.
Grundsätzlich gilt: Alles was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten.
Technisches Reglement:
Zugelassene Modelle:
Es sind folgende Ninco-Modelle im Maßstab 1/32 erlaubt:
- Mosler MT900R
- Porsche 911 GT3 (997)
- Ford GT
- Lamborghini Gallardo
- Lamborghini Murcielago
- Audi R8 GT3
- Mercedes SLS
Es sind alle Modelle aus der Sport-Serie (Bzw. jene aus der Ära vor Einführung dieser Bezeichnung der Ninco-Modelle im Maßstab 1:32) und aus der Lightning/Lightened Serie erlaubt. Tuningteile sind ausnahmslos nur aus dem Ninco Programm erlaubt.
Gewichte:
Das Gesamtgewicht der Fahrzeuge ist nicht reglementiert. Lediglich die Karosserien müssen jeweils folgende Mindestgewichte aufweisen:
- Mosler MT900R: 24gr. (zur Angleichung an die fünf weiteren zur Auswahl stehenden Fahrzeugtypen ist beim Mosler ausschließlich das Hartplastikinlet gestattet)
- Porsche 911 GT3: 21gr.
- Ford GT: 21gr.
- Lamborghini Gallardo: 22gr.
- Lamborghini Murcielago: 26gr.
- Audi R8 GT3: 21gr.
- Mercedes SLS: 24gr.
Karosserie:
Alle Karosserien müssen der Serie entsprechen. Eigene Lackierungen sind erlaubt. Das komplette Fahrerinlet muß in der Karosserie vorhanden sein. Neben den Hartplastikinlets sind auch die originalen Ninco-Lexaninlets für die jeweiligen Karosserien erlaubt (außer beim Mosler MT900R).
Chassis:
Das Chassis muß ein Original-Chassis der Firma Ninco sein und darf in seiner Form nicht verändert oder beschnitten werden. Die originalen Karosseriehalterschrauben bzw. jene des separaten Motorträgers dürfen gegen andere aus dem Ninco Programm ersetzt werden. Die Schrauben dürfen gelockert werden, um eine mechanische Entkopplung von Chassis und Karosserie zu ermöglichen. Ein ausbleien des Chassis und entpendeln der Vorderachse ist nicht gestattet.
Motor:
Es ist grundsätzlich nur der Ninco NC-5 "Speeder" Art.-Nr.80610 ohne jegliche Modifikation erlaubt. Die Banderole muß vollständig und unbeschädigt um den Motor gewickelt sein. Das Befestigen des Motors im oder am Chassis darf ausschließlich mit Klebeband erfolgen, bzw. bei jenen Chassis mit separatem Motorträger über die dafür vorgesehene Schraubverbindung. Flüssigkleber wie Kraft-, Heiß- oder Sekundenkleber sind nicht erlaubt. Der Motor muß unten aus dem Chassis heraus vollständig sichtbar sein. Auffällig schnelle Motoren können und dürfen von der Rennleitung im Zweifelsfall eingezogen und gegen einen neuen Motor ausgetauscht werden. Die Motoren werden beim Deutschland Cup vom Veranstalter ausgegeben und müssen vor Ort eingebaut werden. Zur Vermeidung von Manipulationen sind diese Motoren speziell markiert.
Felgen:
Es sind ausschließlich folgende Felgen gestattet:
- Vorderachse: ProRace 15" 3/32" Art.-Nr. 80752
- Hinterachse: ProRace 17" 3/32" Art.-Nr. 80754
Reifen:
Es sind ausschließlich original Ninco-Reifen erlaubt. Für die Vorderräder werden Grip 0, 17 x 10 Art.-Nr. 80522 empfohlen. Die Vorderreifen dürfen geschliffen und der Breite der Felge angepasst werden. Ein versiegeln mit Sekundenkleber oder ähnlichen Mitteln sowie Weichmacher ist nicht erlaubt. Die hinteren Reifen dürfen nicht geschliffen und auch nicht behandelt werden. Die Hinterreifen, Typ ProRace 25 Shore 20.5 x 11,5 Art.-Nr. 80516 werden beim Ninco-Deutschland-Cup vom Veranstalter ausgegeben und müssen vor Ort montiert werden.
Alle Räder müssen auf einer Richtplatte den Boden berühren und sich beim obligatorischen Schiebetest drehen.
Achsen/Spurweite:
Es sind ausschließlich die ProRace Achsen 53,5mm 3/32" Art.-Nr. 80431 gestattet.
Die maximale Spurweite ergibt sich durch den jeweiligen Fahrzeugtyp. In der Draufsicht muß die Karosserie die Räder komplett verdecken. Die Vorderachse darf nicht entpendelt werden.
Lager:
Es sind ausschließlich die ProRace Lager Art.-Nr. 80425 gestattet. Diese dürfen mit Klebstoff am Chassis befestigt werden.
Getriebe:
Alle Ritzel und Zahnräder aus dem Ninco Pro Race-Programm für Anglewinder-Getriebe sind erlaubt. Allerdings ist auf das herstellerseits vorgegebene Übersetzungsverhältnis und den vorgegebenen Achsdurchmesser zu achten. Zulässig sind folgende Kombinationen: 11/33 , 12/32 und 13/31
Kabel:
Die Kabel sind frei. Die Kabel müssen noch ihre Isolierungen haben und die Bewegungsfreiheit der Vorderachse nicht behindern, bzw. dürfen sie nicht zum entpendeln der Vorderachse benutzt werden. Sie können mit Klebeband und/oder Klebstoff ohne Überschüsse fixiert werden.
Leitkiel:
Es sind alle serienmäßigen Ninco-Leitkiele erlaubt, zudem die ProRace-Leitkiele Art.-Nr. 80111 und 80112 (gefedert). Das Leitkielschwert kann um maximal einem Millimeter gekürzt und in seiner Stärke reduziert werden, um ein Steckenbleiben zu verhindern. Die teilweise oder ganze Unterdrückung der aktiven Führungsfeder ist gestattet.
Die Schleifer sind frei.
Magnet:
Magnete, außer jenen die sich im Motor befinden, sind verboten!
Extras:
Bei einigen Fahrzeugen (z.B. Porsche) ist es u.U.nötig, das die Karosse erhöht verbaut werden muß um ein Schleifen der Reifen im inneren zu vermeiden. Dies muß mit kleinen Kunststoffunterlegscheiben erfolgen, die nicht schwerer wie 0,5gr. sein dürfen. Dieser Zusatz muß vor dem Rennen der Rennleitung bekannt gegeben werden.
Bahnspannung:
Der Ausrichter bestimmt bereits vor dem ersten Training die Bahnspannung zwischen 12 und 14 Volt selbst.
Handregler:
Es sind alle mechanischen und elektronischen Regler, die keine spannungserhöhenden Teile haben, zugelassen. Regler mit umschaltbarem Widerstand sind ebenfalls zugelassen.
Hinweis: Angaben zu Artikelnummern beziehen sich ausschließlich auf Ninco-Artikelnummern.
WICHTIG! Jede Fahrzeugänderung oder Manipulation von Teilen, die nicht im Reglement aufgeführt sind, sind absolut verboten. Alle teilnehmenden Fahrzeuge werden vor der Qualifikation von seiten der Rennleitung technisch abgenommen. Der Rennleitung ist es gestattet, jedes teilnehmende Auto zu überprüfen, auch während des Rennens (zwischen den Turns) und nach Rennende.
Teams:
Jedes Team muß aus 3 Fahrern bestehen.
Fahrer:
Alle Teammitglieder müssen als Fahrer antreten. Die Fahrer eines Teams müssen die Renndistanz zu gleichen Teilen bestreiten, jeder Fahrer also ein Drittel. Dem Team steht es frei, die Reihenfolge zu bestimmen, muß aber zuvor die Rennleitung
informieren, um eine Fahreridentifikation zu ermöglichen und um eine Einhaltung von dieser Regelung zu kontrollieren. Unter außergewöhnlichen Umständen ist es einem Team möglich, Abstand von dieser Regelung zu nehmen. Dies bedarf aber der ausdrücklichen Zustimmung durch die Rennleitung.
Der Fahrer darf während der jeweilgen Turns seine Position nicht ohne Erlaubnis der Rennleitung verlassen. Andere Teammitglieder
dürfen den Fahrerbereich nicht betreten, um Störungen der Fahrer zu vermeiden.
Streckenposten:
Neben dem Fahrer hat jedes Team während seiner Turns einen Streckenposten zu stellen. Dessen Position wird durch die Startaufstellung und entsprechend markierten Bereichen an der Bahn bestimmt.
Die Aufgaben des Streckenpostens sind wie folgt:
- verunfallte Fahrzeuge wieder einsetzen
- Umsetzen der Fahrzeuge nach jeder Turn
- entfernen von Teilen, die auf der Bahn liegen
Folgende Regeln sind zu beachten:
- verunfallte Fahrzeuge müssen schnellstmöglich aus der Gefahrenzone entfernt werden, so dass sie die anderen Fahrzeuge nicht behindern. Die Autos werden so zurückgestellt, dass der Unfallverursacher als Letzter eingesetzt wird.
- Beim Zurücksetzen der Autos in die Spur, muss der Streckenposten sicherstellen, dass sich kein anderes Fahrzeug nähert, das vom Eingriff des Streckenpostens betroffen sein könnte.
Teamchef:
Der Teamchef ist der Ansprechpartner der Rennleitung und als solcher für das Handeln seiner selbst und seiner Teammitglieder verantwortlich.
Sportliche Regeln:
Reparaturen:
Reparaturen und/oder Reifenwechsel während des Rennens müssen im Beisein eines Mitglieds der Rennleitung und in einem dafür vorgesehenen Bereich erledigt werden. Es ist nicht gestattet, dieses beim Spurwechsel oder an einer anderen Stelle zu machen.
Technische Fehler:
Im Fall eines Problems mit der Rennbahn, wird das Rennen angehalten, bis der Fehler repariert worden ist. Die Rennleitung wird festlegen, wie und ob das Rennen fortgeführt wird und ob das betroffene Team einen Ausgleich bekommt.
Protestregelung:
Offizielle Beschwerden bezüglich eines teilnehmenden Fahrzeuges, eines Fahrers oder dass die Regeln ungerecht oder
falsch angewendet wurden, müssen der Rennleitung schriftlich, von allen Team-Mitgliedern unterschrieben, eingereicht werden. Die Beschwerde muss einschließlich € 30 übergeben werden, spätestens 30 Minuten nach dem betreffenden Rennen. Wird die Beschwerde anerkannt, werden die € 30 erstattet.
Regelverstöße:
Für alle Teilnehmer gelten folgende Strafen für Verstöße sowohl sportlicher- als auch technischer Natur.
Sportliche Verstöße:
A) Geringfügige Verstöße:
- Unberechtigte Verzögerung das Auto zur technischen Abnahme vorzulegen: Verwarnung/1 Runde Abzug je angebrochene 5 Minuten Verzögerung
- Sich unerlaubt im Wettbewerbsbereich aufhalten: Verwarnung/2 Runden Abzug
- Vernachlässigung der Streckenpostenpflicht (schlafen, mit dem Mobiltelefon telefonieren usw.): Verwarnung/3 Runden Abzug
- unfaires Verhalten gegenüber konkurrierenden Teammitglieder (Beleidigungen, unsaubere Fahrweise usw.): Verwarnung/5 Runden Abzug
B) Schwere Verstöße:
- Ignorieren von Anweisungen der Rennleitung: Verwarnung/10 Runden Abzug
- Nichtantreten der Streckenpostenpflicht: Verwarnung/10 Runden Abzug
C) Sehr schwere Verstöße:
- Mangel an Höflichkeit und/oder Achtung gegenüber anderen Teilnehmern oder Organisatoren: Disqualifikation
- Bruch der Regeln bzgl. Essen, Trinken oder Rauchen: Disqualifikation
Technische Verstöße:
A) Geringfügige Verstöße:
Die Strafe für geringfügige Verstöße ist eine Verwarnung und die Richtigstellung der Fehler, die bei der Überprüfung festgestellt wurden:
- zu große Spurbreite
- nicht zugelassene Felgen
- Montage eines nicht zugelassenen Teils
- Eine Karosserie, die das vorgeschriebene Mindestgewicht unterschreitet
B) Schwere Verstöße:
Die Strafe für schwere Verstöße besteht aus 15 Runden Abzug im Rennen ohne vorherige Warnung:
- bei der technischen Abnahme bemängelte Fehler wurden nicht behoben
- Reparaturen/Reifenwechsel außerhalb des dafür vorgesehenen Bereiches während des Rennens oder unter ParcFerme-Bedingungen
- manipulierte Karosserien oder Chassis
C) Sehr schwere Verstöße:
Die Strafe für sehr schwere Verstöße ist unmittelbarer Ausschluß vom Rennen. Der Rennleitung steht es frei, dem Team die Teilnahme außerhalb der Wertung weiterhin zu erlauben:
- Nicht zugelassene oder behandelte Motoren bzw. Reifen
- Ansammlung von zwei schweren Verstößen (sportlich und technisch)
Und abschließend nochmals: Alles was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten!