Lauf 4... (Ab)flugtag
Die zweite Saisonhälfte...
...begann Anfang September auf einer erneut neuen Bahn im Rennkalender. Die erst kürzlich nach dem Umbau auf 6 Spuren wiedereröffnete Carrera-Bahn des schulischen Freizeitprojekts "Ferdi's Garage", gelegen unweit des Messegeländes in Frankfurt-Bockenheim, sollte bei der NASCAR RheinMain ihre Feuertaufe bestehen. Und durch die Bank wurde sie von allen Fahrern des Rennens sehr gut angenommen. Ein schnelles, flüssiges Layout, verbunden mit dem Profil einer Berg- und Talbahn und verpackt auf ca. 30m Rundenlänge zauberte jedenfalls permanentes Grinsen in die Gesichter der Teilnehmer. Einge abfallende bzw. ansteigende Kurvenpassagen sind äußerst anspruchsvoll mit den V8-Boliden zu meistern, eine kleine Schwäche bei der Stromversorgung sorgte auf einer Spur für weiteres Kopfzerbrechen. Wie bekommt man dort die 210gr. vor einer Bergab-180° rechtzeitig verzögert...

Ein kleiner Kreis an Fahrern nahm die Einladung von Cheffe Ferdi Schmökel zu einem Testtag 8 Tage vor dem Rennen dankend an. Ob es für jeden der 5 damals anwesenden wirklich hilfreich war... nun ja, das läßt sich aus dem Rennergebnis nicht so recht ableiten.

Der 3.September sah dann mit 11 Fahrern das bisher kleinste Feld der diesjährigen Saison. Schichtarbeit, die Großveranstaltung in Trier und noch so manch andere Gründe incl. des interessanten Fernsehprogramms sollten dafür sorgen, das a) etwas länger trainiert wurde, b) zwischendurch Pizza gegessen werden konnte und c) das Rennen mit 6x6min ein wenig mehr an Fahrzeit brachte.
Das Qualifiying... nix neues im Westen... Jürgen Schulz wie fast schon gewohnt auf Pole. Sollte sich die ausgiebige Testsession bezahlt gemacht haben? Wir werden sehen...
2. Startgruppe: Klaus Schmidt, Rüdiger Henze, Ferdi Schmökel, Hans-Werner Köhler, Niclas Henze
Lokalmatador Ferdi gejagt von Familie Henze und den beiden weitgereisten Herren aus dem beschaulichen Alzey. Zu Beginn legte Rüdi los wie die Feuerwehr und damit ein sattes Polster zwischen sich und seine Verfolger. Aber umso höher die Zahlen der Spuren wurden, umso mehr schmolz der Vorsprung wie Eis in der Sonne. Und im letzten Turn gab es einen sehenswerten Schlagabtausch zu bewundern. Mehrfach wechselte die Führung zwischen Rüdi und Ferdi -teilweise mußte man permanent auf den Monitor schauen um den aktuellen Stand zu erfahren-, zum Schluß brachte dann wohl nicht die bessere Bahnkenntnis Ferdi den knappen Gruppensieg. Und eine Marke, die erstmal überboten werden wollte. Rüdiger sollte später noch Grund zum hadern bekommen...
Hans-Werner focht unauffällig sein Duell mit Klaus aus... letzterer litt besonders unter den Problemen auf Spur 4. Was wohl auch den Ausschlag zugunsten des gelben Pontiac's Hans-Werner's gab. Und unser diesmal einziger Junior im Feld glänzte mit vielen schnellen Runden. Wenn Niclas noch ein wenig mehr Konstanz und eine Reduzierung der Abflüge (bei denen dann auch der Papa noch mit reingeritten wird) an den Tag legt... dann werden die Ergebnisse in der Zukunft garantiert besser...
1. Startgruppe: Jürgen Schulz, Frank Schüler, Matthias Glaser, Rainer Neumann, Niels Hanke, Alex Hubert

Kaum hat Jürgen seine Rasselbande nicht dabei, geht's schief. Anders kann man diesen Lauf aus seiner Sicht nicht betrachten. Den Start gewann der Häuslebauer zwar noch, doch ein Abflug in der Bergauflinks vor der langen Geraden sorgten für eine Art Vorentscheidung. Laut eigenen Aussagen war danach das Nervenkostüm angeschlagen... über die weitere Fahrt des Tabellenführers hüllen wir gnädig den Mantel des Schweigens. Platz 6 am Ende, das wird dann wohl ein Streichresultat ergeben.
Der erste Heat sah anfangs das Duell Matthias gegen Frank, welches zunächst nicht klar werden ließ, wer hier die Pace vorgibt. Mit ein wenig mehr Fortune im Verkehr konnte sich der Schreiberling dann seines Verfolgers entledigen und schließlich den Vorsprung auf einige Runden vergrößern... im wohl letzten Rennen mit dem altgedienten blauen Crispy-Pontiac gab's dann den ersten Saisonsieg.
Matthias fand dann in Rainer einen weiteren Kollegen zum Duell. Auch hier wechselte mehrfach die Position bis schlußendlich die Spurverteilung Matthias den sicheren zweiten Platz in der Gruppe und Gesamt einbrachte. Rainer im einzigsten Dodge des Feldes hatte seinerseits genügend Luft nach hinten, was ihm den zweiten 3. Platz in Folge bescherte.
Niels, wie gewohnt auf schmaler Spur unterwegs, schubste Jürgen einen weiteren Platz nach hinten. Und landete äußerst knapp hinter Ferdi auf dem 5. Rang. Ihm folgte unser sturzfreudiger Leader, welcher sich gruppenübergreifend um einen Bahnmeter vor Rüdi behaupten konnte.
Bleibt noch Alex, urlaubsbedingt und mangels Training noch nicht wieder per Du mit seinem Regler und deshalb auch ein wenig ein Schatten seiner selbst. Letztlich Platz 8, aber als nächstes steht bekanntlich sein Heimrennen an... und dieser konnte er im Vorjahr für sich entscheiden.

So ging dann zu noch humaner Stunde ein Renntag zu Ende... auf einer wirklich schön zu fahrenden und gestalteten Piste, welche ein größeres Starterfeld absolut verdient hätte. Vorentscheidung ist noch keine gefallen, noch können sich einige Fahrer berechtigte Hoffnungen auf den Platz an der Sonne machen.
In Martinsthal beginnt dann die heiße Phase, u.U. kommt dann etwas mehr Licht ins Dunkel. Bis zum 15.10.sind es noch knapp 5 Wochen... schaun mer mal, was sich bis dahin in der 1:24er V8-Szene im RheinMain-Gebiet regt...
Mein besonderer Dank gilt Bahnbetreiber Ferdi Schmökel für eine schöne und nahezu problemfreie Rennveranstaltung. Diese wird 2011 garantiert eine Neuauflage finden. Vielleicht an einem anderen Termin, um dann hoffentlich mehr Teilnehmer verzeichnen zu können.
Frank
(Vielen Dank an Rüdiger für die Bilder)