Lauf 3... erstmals auf neuer Bahn
Hitzeschlacht in Alzey
Lauf Numero drei fand zum ersten Mal bei den Modellfreunden Rheinhessen in Alzey statt. Und die haben sich dazu gleich mächtig ins Zeug gelegt, bestes Wetter bestellt, so dass man das Gefühl nicht los wurde im NASCAR zu sitzen und nicht außen an der Bande zu stehen (in Indianapolis kann´s auch nicht wärmer sein :-)). Für das leibliche Wohl war auch bestens gesorgt, neben gekühlten Getränken gab es lecker Gegrilltes mit Nudelsalat --- einem perfekten Abend stand also nichts mehr im Wege.
Immerhin 21 Starter waren angereist, einige Heimascaris von den Modellfreunden und ansonsten die üblichen „Verdächtigen“ --- die Serie hat sich mittlerweile etabliert.
Nach einer problemlosen Wagenabnahme und einer kurzen Ansprache vom Serienchef Frank Schüler ging´s dann endlich los.
Einem einminütigen Qualifying sollten 4 x 6 Rennminuten folgen. Da die Bahn vielen noch unbekannt war, konnte man auf das Ergebnis mehr als gespannt sein --- würden die Heimascaris ihren Heimvorteil ausnutzen können, würde der Serienchef Frank Schüler seine langjährige Erfahrung ausspielen können, würde der Tabellenführende Dieter Jens diese behaupten können …
Im Qualifying zeigte sich nichts von allem. Die ersten drei Startplätze sicherten sich Jürgen Schulz (der Schreiber dieser Zeilen), dicht gefolgt von Fritz Hlawatsch und dahinter Matthias Glaser. Ein spannendes Rennen war also vorprogrammiert.
Fünfte Startgruppe: Axel Bernhardt, Rüdiger Henze, Niclas Henze, Anthony Hubert, Tristan Schulz
Wieder mal eine junge Startgruppe, die auch gleich mit jugendlichem Eifer zur Sache ging. So wurde während des Rennens das ein oder andere NASCAR schon mal ziemlich beansprucht. Souverän konnte sich Axel hier durchsetzen, er drehte unbeeindruckt seine Runden, hatte kaum Abflüge und sicherte sich so ganz klar den Gruppensieg, gefolgt von Tristan, Rüdiger, Anthony und Niclas. Die Familie Henze hatte offensichtlich Probleme mit dem Material und insbesondere mit fehlendem Grip zu kämpfen, da kann im nächsten Rennen wieder mehr drin sein.
Vierte Startgruppe: Rainer Neumann, Hans-Dieter Illy, Ferdi Schmökel, Leon Glaser
Hier zeigte Rainer, dass der vierte Platz im letzten Rennen keine Eintagsfliege war. Er setzte sich souverän an die Spitze der Gruppe, fuhr beständig schnelle Runden und hatte kaum Abflüge. Das sicherte ihm den Gruppensieg und vorerst mal den Spitzenplatz im Gesamtklassement. Sehr schön zu beobachten war der Fahrstil von Leon, wie er ganz ruhig und sicher seine Bahnen zog (ganz der Vater halt).
Ferdi und Hans-Dieter teilten sich die Gruppenplätze 2 und 3 untereinander auf.
Dritte Startgruppe: Dieter Jens, Hans-Werner Köhler, Alex Hubert, Robert Schulz
Da war er nun gelandet, der Gesamtführende Dieter, nach passablem Qualifying zeigte er aber im Rennen, dass er noch ganz vorne mitspielt. Dauerhaft schnelle Rundenzeiten aber auch einige (ungewohnte) Abflüge sicherten ihm den Gruppensieg und im Gesamt-klassement momentan noch den zweiten Platz hinter Rainer. Zweiter in dieser Gruppe wurde Hans-Werner, der seine Heimerfahrung ausspielen konnte. Robert wurde leider vom Pech (oder von der schlechten Fahrzeugvorbereitung seines Mechanikers) heimgesucht. Fünf Runden vor Axel liegend brach die Leitung am Schleifer ab --- also Auto auseinander schrauben, Lötkolben anheizen, das Ding wieder dran löten und weiter ging´s. Alles in Allem hatte ihn diese Aktion aber 10...12 Runden gekostet. Er konnte dann zwar noch einige Runden auf Alex aufholen, der irgendwie vom Abflugpech verfolgt wurde, aber schließlich blieb doch nur der letzte Platz in dieser Gruppe für ihn übrig. Zu Roberts großer Erleichterung langte es aber im Gesamtklassement noch für einen Platz vor seinem kleinen Bruder.
Zweite Startgruppe: Frank Schüler, Günter Riehl, Thomas Glas, Klaus Schmidt
Zwei Heimascaris in dieser Gruppe, die es aber dann doch nicht an die Gruppenspitze schafften, Frank und Günter waren einfach zu schnell und Klaus hatte einfach zu viele Abflüge. Lange Zeit lieferten sich der Serienchef Frank und der NASCAR-Neuling Günter ein packendes Kopf-an-Kopf Rennen aber schließlich konnte sich Frank doch absetzen. Damit sicherte er sich nicht nur den Gruppensieg sondern auch die Gesamtführung. Ob die erreichten 155 Runden ihm den ersten Sieg in dieser Saison bescheren sollten, würde sich gleich zeigen.
Erste Startgruppe: Jürgen Schulz, Fritz Hlawatsch, Matthias Glaser, Michael Kurtz
Nun hatte ich ihn schon wieder neben mir, meinen Angstgegner Fritz, aber vielleicht sollte mir diesmal ja eine Revanche für das verlorene DPM Rennen in der letzten Woche gelingen. Nach dem ersten Turn sah es allerdings nicht danach aus, Fritz und Matthias konnten sich absetzen, ich war unversehens Letzter. Danach ging es allerdings besser, die schwere Spur 1 war durch und endlich ging es voran. Auffällig waren allerdings die vielen Abflüge und die Hektik in der Gruppe, dann machte auch noch der Wagen von Michael schlapp und wurde durch einen Ersatzwagen ausgetauscht, was ihm den letzten Platz im Gesamtklassement einbrachte. Lange Zeit sah es ganz danach aus, als ob Franks erster Sieg gemachte Sache sei, aber im letzten Turn kehrte Konstanz ein und ich konnte mit Frank rundengleich ziehen. Lediglich einige Teilmeter Vorsprung brachten mir dann den zweiten Saisonsieg ein. Matthias konnte sich vor Fritz und Michael in dieser Gruppe behaupten.
Ein toller Slotracing Abend ging dem Ende zu (und das diesmal vor Mitternacht). Vielen Dank an alle Teilnehmer und besonders an die Gastgeber, es hat wieder mal einen riesen Spaß gemacht.
Das nächste Rennen findet dann ebenfalls auf einer weitestgehend unbekannten Bahn in Ferdis Garage statt. Über den Ausgang darf man sicher jetzt schon gespannt sein...
Jürgen Schulz